
Dualer Studiengang „Health Care Studies“
Kooperationsvertrag zwischen Krankenpflegeschule Duisburg e.V. und Hamburger Fern-Hochschule ist unterzeichnet
Auszubildende der Kranken- und Kinderkrankenpflege haben bereits ab September 2009 die Möglichkeit, ihre Ausbildung an der Krankenpflegeschule Duisburg mit einem Studiengang an der Hamburger Fern-Hochschule zu kombinieren. Damit erhalten sie die Chance, innerhalb von 5 Jahren, ausbildungs- und anschließend berufsbegleitend sowohl einen vollwertigen Berufsabschluss als auch einen ersten akademischen Grad zu erlangen.
7 Auszubildende, die sich derzeit im 1. Ausbildungsjahr an der Krankenpflegeschule Duisburg befinden, haben sich bereits dazu entschlossen, mit Beginn des zweiten Ausbildungsjahres den Bachelor-Studiengang „Health Care Studies“ an der Hamburger Fern-Hochschule zu belegen. Das Ziel des dualen Studiengangs ist es, reflektierende Praktikerinnen und Praktiker in die Pflege zu integrieren. Fachbezogene Kompetenzen, die im Berufsalltag erforderlich sind, sollen unter Einbezug von Forschung und Wissenschaft gezielt gefördert werden. Die Teilnehmer sollen also nach dem Studium dazu in der Lage sein, ihr praktisches Handeln im Berufsalltag wissenschaftlich zu begründen.

Sabrina Bongers, Irina Zuk, Seniz Agacyontar, Dennis Hesse, André Steininger, Maria Alexandrow und Luisa Heinrichs sind Auszubildende in der Krankenpflegeschule Duisburg e.V. und Studierende an der Hamburger-Fern-Hochschule
Die Krankenpflegeschule Duisburg e.V. gehört zu den ersten Ausbildungsstätten für Pflegeberufe in NRW, die einen dualen Studiengang anbieten.
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Geschichte und Politik live erleben
Angehende Gesundheits- und Krankenpfleger(innen) auf politikhistorischer Exkursion nach Berlin
Bericht von Carina Stephan und Timo Hardel

Am Montag Morgen, dem 04.05.2009 begaben wir, die Unterkursschüler der Krankenpflegeschule Duisburg e.V., uns in Begleitung unserer Lehrerinnen, Frau Tirpitz, Frau Rose-Schipmann und Frau Singbeil-Grischkat, sowie unseres Schulleiters, Herrn Topel, auf den Weg in Richtung Berlin. Hier erwartete uns ein Seminar zum Thema "Berlin: Brennpunkt deutscher Geschichte und Politik", das von der Karl-Arnold-Stiftung organisiert wurde. Vor uns lagen - voller Vorfreude - fünf Tage, die wir gemeinsam in unserer Hauptstadt verbringen wollten.
Nach fünf Stunden Fahrt erreichten wir unser erstes Ziel, den ehemaligen Grenzübergang Helmstedt-Marienborn. Dort erhielten wir - geleitet von einer ehemaligen DDR-Bürgerin - eine prägnante und eindrucksvolle Führung über das Gelände. Mit viel Empathie gelang es ihr, das damalige Grenzsystem sowie das hier geschehene Unrecht zu schildern. Es bedurfte nicht viel Zeit, uns einen "kalten Schauer über den Rücken laufen zu lassen". Diese Führung entriss uns aus unserer fröhlichen Stimmung und versetzte die Gruppe in Schweigen und ausgiebige Nachdenklichkeit.
In unserer Unterkunft, dem Evangelischen Diakonieverein Berlin-Zehlendorf, wurden wir am Abend herzlich in Empfang genommen. Nach einer kurzen Einführung durch unsere beiden Seminarleiter wurden wir von den Diakonieschwestern zu einem liebevoll zubereiteten Abendessen eingeladen.
Berlin gestern und heute
Die deutsch-deutsche Geschichte stand im Vordergrund der Stadtführung des Folgetages. Die ehemalige Berliner Mauer und ihre Entstehung, das Brandenburger Tor und das Reichstaggebäude seien hier beispielhaft erwähnt.

Noch mehr und insbesondere für uns Krankenpflegeschüler interessante Geschichte wurde uns in der Daueraustellung des Medizinhistorischen Museums der Charité präsentiert. Dort waren wir "dem Leben auf der Spur" und erfuhren dreihundert Jahre Medizingeschichte. Die Relevanz für die heutige Gesundheits- und Krankenpflege wurde dabei ganz besonders betont.
Pflege im Wandel der Zeit
Politikhistorisch ging es auch am Mittwoch weiter, denn wir besuchten das „Haus der Wannseekonferenz“. Hier konnten wir sowohl in Form eines Vortrages als auch in Eigenarbeit mittels kleinerer Referate die Rolle des medizinischen Personals zur Zeit des Nationalsozialismus betrachten. Unsere hierbei erzielten Ergebnisse waren nicht nur sehr lehrreich, sondern mindestens genauso erschreckend und schockierend.
Pflegenotstand: Schlagwort oder Realität?
Am Donnerstag erwartete uns ein Vortrag zum Thema "zeitgemäße Standards und Qualitätssicherung in der Pflege". Anforderungen, Erkenntnisse sowie Defizite wurden anschaulich aufgezeigt und lösten eine lebhafte Diskussion aus.
Natürlich hatten wir während einer lehrreichen, sehr interessanten und anspruchsvollen Seminarwoche auch Zeit, Berlin auf eigenem Fuße zu erkunden. Diese Erkundung fiel sehr unterschiedlich aus und wurde demnach individuell geplant. Den letzten Abend hingegen verbrachten alle drei Kurse gemeinsam und ließen die Woche bei einem gemütlichen Beisammensein im Garten des Diakonievereins Revue passieren.

Im Namen aller Unterkursschüler der Krankenpflegeschule Duisburg e.V. möchten wir uns an dieser Stelle recht herzlich bei unseren Lehrern, den Seminarleitern, der Karl-Arnold-Stiftung und den Schwestern des Evangelischen Diakonievereins für die fürsorgliche Betreuung, das gut organisierte und lehrreiche Programm und auch für den Spaß, den wir miteinander teilten, bedanken.

Tag der offenen Tür in der Krankenpflegeschule

Bericht der Schülerin Elisabeth Werry (Kurs 2007/2010 B)
Rund 250 Schüler und Lehrer von Berufskollegs, Gesamt- und Realschulen aus Duisburg, Oberhausen, Dinslaken und Voerde, hatten Gelegenheit, am Tag der offenen Tür an unseren Berufserfahrungen teil zu haben. Wir gaben ihnen die Möglichkeit sich einen Eindruck vom Leben und Lernen eines Krankenpflegeschülers zu bilden, indem wir sie durch die Räumlichkeiten der Krankenpflegeschule führten. Ein freundlicher Scoutdienst begleitete die Besucher auf ihrem Weg durch unsere lebendige „Ausstellung“. Wir hatten zum Beispiel eine Ambulanz eingerichtet, in welcher unsere Gäste die einzigartige Erfahrung eines Gipsarms, -fingers oder -beins machen konnten. Weiterhin gab es zwei Räume weiter Informationen zur ATL „sich waschen und kleiden" - inklusive neuer Tipps zur Hautpflege. Im Raum zur ATL „Atmen“ konnte man interessierte Schülerinnen und Schüler vorfinden, die erwartungsvoll eine Vorführung zum Thema Herzdruckmassage beobachteten. Auch hier wurden sie eingebunden und halfen eifrig mit, die Puppe am Boden wiederzubeleben. Doch kaum hatten sie sich auf den Weg ins Erdgeschoss gemacht wurden sie auch schon von der nächsten „Attraktion“ heimgesucht, ein Infektionsraum. Was für uns eine Situation ist, der wir fast täglich begegnen, versetzte unsere Gäste, die einmal Mundschutz, Haube, Kittel und Handschuhe anziehen durften, in Begeisterung. Dicht gedrängt standen sie in unserem improvisierten „MRSA-Raum“/ Intensivpflege-Raum und bestaunten die Monitore (natürlich im Demo-Modus) und den Patienten mit allen Zu- und Ableitungen. Kaum raus aus dem Zimmer, wurden sie in das Geheimnis des Lagerns eingeweiht. Was kann eigentlich so eine Tempurmatratze im Bezug auf den Körper alles beeinflussen? Und wie fühlt sich das an, mal auf so einer zu liegen? Kein Problem auch dieser Erfahrung konnte jeder nachkommen. Wann bekommt man schließlich einmal die Chance auf einer Wechseldruckmatzratze oder eine Tempurmatratze zu liegen? Nicht so häufig. Ich durfte dieser Erfahrung am Tag der offenen Türe häufiger machen natürlich nur, um als Patient ein Beispiel für Lagerungstechniken zu bieten. Aber ich muss sagen, es ist ein tolles Gefühl so weich gebettet zu liegen!
Besonders gut hatten auch meine Kolleginnen aus der Kinderkrankenpflege zu tun, die wirklich bis zum Schluss allen Besuchern Anleitungen zum Wickeln, Baden und Füttern eines Säuglings gaben.
Damit unsere Gäste sich einmal eine Pause gönnen konnten, wurde ein Klassenraum liebevoll in ein Café umgewandelt. Geschmackvoll waren nicht nur der Kuchen und die belegten Brötchen, sondern auch die angenehme Atmosphäre, die in dem sonst doch so kahlen Klassenraum entstanden war.
Alles in allem hat es mir und auch bestimmt allen meiner Mitschülern sehr viel Freude bereitet diesen Tag zu planen und umzusetzen. Es hat mich stark beeindruckt mit wie viel Liebe zum Detail jeder einzelne Raum geplant war und mit wie viel Engagement die mühsame und zeitaufwändige Planung umgesetzt wurde. Es war wirklich ein gelungener Tag, nicht nur für uns.
Examen Kranken- und Kinderkrankenpflege 2008
Am 19. September 2008 wurden insgesamt 60 Schülerinnen und Schüler mit einem Examen in den Pflegeberufen von der Krankenpflegeschule Duisburg verabschiedet. Großer Andrang herrschte bei der Abschlussfeier, die im Foyer des Wohnstiftes Walter Cordes stattfand. Viele Examinanden hatten ihre Angehörigen mitgebracht. Zur Examensprüfung war der Prüfungsvorsitzende, Herr Dr. Fries, vom Gesundheitsamt Duisburg anwesend.
Schulleiter Helmut Topel bedankte sich bei der Eröffnung bei allen Beteiligten, die zu den beachtlichen Ergebnissen bei den Prüfungen beigetragen haben.
Oberpfleger aus den Evangelischen und Johanniter Klinikum Niederrhein, Herr Kramp, kam stellvertretend für die Pflegedienstleitung und betonte bei seiner Ansprache die vielfachen Möglichkeiten, die eine Pflegeausbildung den Absolventen eröffnet.
Herr Krämer, Pflegemanager des Ev. Krankenhauses Oberhausen, dankte des Absolventen insbesondere für ihre Einsatzbereitschaft während der Ausbildungszeit.
Für Begeisterung bei der Feier sorgten Sebastian Ivartnik und Benjamin Hübbertz-Ivartnik mit ihren musikalischen Beiträgen aus der Welt der Musicals. Beide haben ihre Ausbildung an der Krankenpflegeschule Duisburg absolviert und pflegen auch heute noch regelmäßigen Kontakt zum Lehrteam.
Examen in der Krankenpflegehilfe
14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben am 09. Dezember 2008 das Examen in der Krankenpflegehilfe bestanden. Die Ergebnisse können sich sehen lassen, sagt Schulleiter Helmut Topel bei der Abschlussfeier in der Krankenpflegeschule. Der Notendurchschnitt der praktischen und der mündlichen Prüfungen liegt bei 2,5.
Mit viel Engagement hatte der Oberkurs 2006 A mit der Kursleitung Christiane Thiem und Pastorin Doerthe Lahann einen festlichen Dankgottesdienst vorbereitet. Die Schülerin Diana Tarnovskaja und die Schüler Jens Schmidhofer und Alrhye Bulala sorgten dabei für eine stimmungsvolle musikalische Begleitung.
Zur Examensprüfung war der Prüfungsvorsitzende, Herr Dr. Fries, vom Gesundheitsamt Duisburg anwesend.
Zum 01. September 2008 wurden insgesamt 90 Auszubildende in die Krankenpflegeschule Duisburg e.V. aufgenommen. Davon haben sich 75 für die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin, bzw. zum Gesundheits- und Krankenpfleger und 15 für die Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin entschieden.
Nach 6 Wochen Blockunterricht in der Krankenpflegeschule Duisburg e.V. werden die 90 neuen Schülerinnen und Schüler in 5 unterschiedlichen Krankenhäusern eingesetzt. Dazu gehören das Ev. Krankenhauses Duisburg Nord, die Herzklinik in Duisburg Meiderich, das Johanniter Krankenhaus in Oberhausen Sterkrade, das Ev. Krankenhaus in Oberhausen und das Ev. Krankenhaus in Dinslaken.
Unser Foto zeigt die Gruppe der Auszubildenden in der Kapelle des Ev. Krankenhauses Duisburg Nord. Hier wurden Sie mit einen Gottesdienst aus dem ersten Unterrichtsblock verabschiedet. Die Mitschüler aus dem Krankenpflegehilfekurs hatten diesen Gottesdienst mit der Pastorin Frau Lahann gestaltet und wünschten den „Neuen“ mit ihren Fürbitten einen guten Start auf den Stationen.